Ausstellung Monika Kuck mit Dorette Christfreund und Jürgen Gaida

Beim 11. Int, Kunstpreis der Galerie QQArt in 2025 zum Thema „Frequenz“ erhielt Monika Kuck den Preis für die beste Arbeit im Genre Fotographie. Damit verbunden war das Angebot einer eigenen Ausstellung. Dieses Angebot wird nun hiermit realisiert.

Monika Kuck, Fotographie

Studium der Biologie und Kunst an der RWTH Aachen
Schwerpunkt: konzeptionelle Fotografie.

Mit ihren Fotoprojekten ist sie der Natur des Menschen auf der Spur und das meist, ohne einen Menschen abzubilden. Sie interessiert sich für das Zusammenleben der Menschen und die Entwicklung unserer Gesellschaft.

Ein Projekt zeigt Ausgrabungen menschlicher Artefakte, deren Gebrauchszeit noch gar nicht so lange her ist. Es sind alltägliche Gebrauchsgegenstände, die bei der Bombardierung der Altstadt Bonns 1944 verschüttet wurden und erst Anfang dieses Jahrhunderts im Zuge einer größeren Bebauung freigelegt wurden. Was so archaisch anmutet ist noch nicht einmal 100 Jahre alt. Was wird von unserer Zeit später einmal gefunden werden?

Das zweite Projekt resultiert aus einem Hilfsbesuch in den Flüchtlingslagern in Calais und Dunkerque an der Kanalküste. Nicht die Menschen, die ja sowieso so gut wie keine Privatsphäre mehr haben, sind Gegenstand ihrer Fotografien, sondern Spuren in der unwirtlichen Gegend – unweit unserer normalen Zivilisation im Herzen Europas.

Auch das dritte hier gezeigte Projekt beschäftigt sich mit der unfriedlichen Historie und Wirklichkeit menschlicher Aktivitäten. Ebenfalls an der Kanalküste entstanden thematisiert es die Tatsache, dass da, wo der Mensch sich ausbreitet, keine „unschuldigen“ Landschaften mehr existieren. Hier speziell: ob D-Day oder gekenterte Flüchtlingsboote, die so anmutige Urlaubsgegend birgt blutige Themen. Die Installation einer „roten Welle“ dient der Sichtbarmachung dieser Tatsache.

Zu ihrer Ausstellung wird sie begleitet von zwei befreundeten Künstlern:

Dorette Christfreund, Zeichnung und Installation

Sie beschäftigt sich – gern großformatig – mit der Linie, deren plastischen, lebendigen und auch meditativen Wirkung in der zeichnerischen Fläche und als Draht im Raum. In eigenen Worten: „Ich experimentiere mit der Linie und ihren unendlichen Wirkungen. Ich erwarte dort noch viel zu entdecken, möchte noch keinen Stil mein Eigen nennen. Ich bin auf dem Weg“

Ihre Themen beschäftigen sich teils ironisch, mit der Gesellschaft, unserem Umgang mit der Natur und Miteinander. Mit dem Freiraum, den wir alle noch haben, aber nicht sehen, nicht nutzen, aus Angst dann handeln zu müssen …

So kämpft der Fechter mit der Linie (oder sich?), die Tauben dominieren das Touristenziel, die Nike geht wieder „auf Arbeit“, Wellen und Wolken zeigen die Macht der Natur und verbrauchte, rostige Verkehrsschilder verwandeln sich mittels ebenso verbrauchter Agraffen in glitzernde Champagnerwolken oder Sternenhimmel zum Träumen.

Auch das dritte hier gezeigte Projekt beschäftigt sich mit der unfriedlichen Historie und Wirklichkeit menschlicher Aktivitäten. Ebenfalls an der Kanalküste entstanden thematisiert es die Tatsache, dass da, wo der Mensch sich ausbreitet, keine „unschuldigen“ Landschaften mehr existieren. Hier speziell: ob D-Day oder gekenterte Flüchtlingsboote, die so anmutige Urlaubsgegend birgt blutige Themen. Die Installation einer „roten Welle“ dient der Sichtbarmachung dieser Tatsache.

Jürgen Gaida, Skulpturen

Studium der Geschichte und Philosophie
Ausbildung zum staatlich anerkannten Altenpfleger

Im Mittelpunkt seiner Arbeiten stehen „Fundstücke“, deren Herkunft, Alter und Funktion unbekannt sind oder früher in ganz anderen Zusammenhängen „funktionierten“. Das Zusammenführen dieser Materialien in einen neuen räumlichen und zeitlichen Kontext schafft häufig auch einen neuen Sinnzusammenhang.

In den Arbeiten, die sich mit der „Verarbeitung“ von technischen Fundstücken beschäftigen, spielt die Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Technik eine besondere Rolle. Wissenschaft und Technik sind die Geheimlehren und Zaubertechniken des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie behaupten die Wahrheit zu beschreiben und ausnahmslos zu funktionieren. Aber sie sind gleichzeitig auch geheimnisvoll, häufig nur „Eingeweihten“ zugänglich und damit ein Instrument der Macht.

Die Ausstellung findet in der Galerie QQArt, Forststr.73 in Hilden statt. Öffnungszeiten vom 21.6. bis 5.7.2026, jeweils sonntags von 15 – 18 Uhr und nach Vereinbarung.

Mehr unter www.qqtec.art und per mail an info@qqtec.art, Mobil 0172-2008495

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